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BFS Staffel 2014/15: 7. und 8.Spieltag (04.12.2014)

Volleyball

Doppelsieg!

Herde holt sechs Punkte.

 

 

Heute aus der illustren Serie der Breitensportstaffelspiele: der Doppelspieltag 7 und 8 = Heimspieltag!

Wir waren Gastgeber für Aga II und TuS Osterburg 90 Weida. Sicherlich der schwerste Spieltag überhaupt. Wartete doch mit Aga der Vorjahresmeister und in dieser Saison bisher ungeschlagene Meisterschaftstopfavorit und bei Weida, nun ja, da „musste mit allem rechnen“…

Wir boten u.a. auf: die Federballmietze. Personifizierte Badminton (!) Spielende (!!) Glücksbringerin in der Ausbildungsphase (!!!). Gefiel dem Gegner offensichtlich nicht – bekam sie doch beim Einspielen den Ball an den Kopf. Und das, Diagonal sitzend und das Einschlagen muss ja nun, den ungeschriebenen Regel folgend, immer „loooooongleeeeeeeinnnnnn“ erfolgen. Kann ja mal passieren (jeder wie er’s kann oder eben nicht kann). Eine entschuldigende Handbewegung oder gar mehr, sollte, kann und muss zwingend trotzdem kommen – Junge, Junge, Fremdschämpotential! Das Miteinanderniveau schien damit jedenfalls schon relativ zeitig festgelegt worden zu sein.

Personaltechnisch gab es bei uns leichte Entwarnung. Mit Elmar kam eine Alternative für die Außenangreiferposition zurück. Holger schaffte es dann doch noch rechtzeitig von seiner Weihnachtsfeier abzudüsen und Krake ließ die Herde dann doch nicht im Stich. Lutz feierte sein Debüt als Angreifer und so konnten wir, seit langen, mal wieder zwei richtigen Auswechslern auf die harte Bank setzen.  Wir spielten unser erstes Spiel gegen Aga II. Dem Topfavoriten. Uuuugh! Es war relativ schnell klar, dass auch dieses Spiel den vergangenen hochklassigen Duellen in nix nachstehen würde. Beide Mannschaften schenkten sich keinerlei Zentimeter und verlangten dem Gegenüber alles ab. Krachende Angriffe und spektakuläre Abwehraktionen (Sichtweise immer bezogen auf den, leicht zu begeisternden, Breitensportcharakter) gab es Reihenweise. Die erste Auszeit von Aga beim Stand von 10:6 verdeutlichte aber auch, dass wir den besseren Start in den ersten Satz erwischten. Unsere Aktionen waren oftmals zielstrebiger und ein bisschen konsequenter. Vielleicht half auch der wiedergewonnene Konkurrenzdruck auf den Angriffspositionen, den beim letzten BFS Spieltag vermissten Angriffsdruck, wiederzufinden. Fast alle Angreifer wurden gleichmäßig eingesetzt und konnten sich die bietenden Chancen auch größtenteils verwerten. Aga hingegen spielte häufig über ihren Hauptangreifer. Der war zwar zu fast 100% immer erfolgreich – für den weiteren Spielverlauf sollte sich diese Taktik aber noch rächen. Bitter rächen! Satz eins ging mit 26:24 nach hartem Kampf am Satzende für uns aus. Festzustellen gilt auch, dass wir neuerdings alle knappen Sätze für uns entscheiden. Nervenstark sind wir scheinbar neuerdings also auch noch. Nur nicht die Dorle, die wieder als Fan dabei war. Hat bestimmt immer noch den Jackenabdruck im Gesicht…so oft wie sie nicht mehr hingucken konnte…

Somit hatten wir schon mal einen Satz. Der zweite Satz lief zumindest zu Beginn nicht ganz so gut für uns. Wir rannten stetig einem Rückstand hinterher und konnten kein konstantes Spiel aufbauen. Der Fehlerteufel war ständiger Mitspieler. Fand der eine Spieler wieder in die Spur, vermasselte der nächste Spieler leichte Bälle. Eine wirklich schwierige Phase. Ein wirkliches Loch. Aber wir blieben zumindest im Fahrwasser von Aga. Unsere zweite Auszeit beim Stand von 20:16 für Aga war dann schon der letzte krampfhafte Versuch einer Wende. Und was soll ich sagen?!? Mission completed! Mit einer 9 zu 1 Serie drehten wir den Satz! 9:1! Gegen Aga! Wooohoooooo! 25:21 das Endergebnis. 2:0 nach Sätzen! Die erste null Punkte Niederlage für Aga in der Breitensportstaffel überhaupt. Und das durch uns! Gründe für diesen denkwürdigen Endspurt gab es natürlich auch: neben unseren unbändigen Willen das Spiel zu drehen, die starke Aufgabenserie vom Lutz und das sau starke Blockspiel der Reihe um Fussi, Elmar und Roy. Und natürlich unsere große Erfahrung in der Kategorie Trash-Talk und die Konsequenzen daraus. Da hatten wir also auch eine Menge Glück, dass sich Aga in dieser entscheidenden Phase des Spieles durch ihre eigenen Sticheleien unnötig aus dem Konzept bringen ließ. Uns soll es Recht gewesen sein!

Spiel zwei des Tages ging dann gegen Weida. Nach dem Sensationssieg gegen Aga bestand natürlich die Gefahr die Weidaer Mannschaft auf die leichte Schulter zu nehmen. Man(n) kennt ja seine Herde. Wir brauchten auch bis zur Satzmitte um auch dieses Spiel anzunehmen und in die richtige Bahn zu lenken. Weida stellte zwei, bis dato uns unbekannte, Spieler auf, die deutlich über dem sonstigen BFS Niveau lagen. Richtige Kracher. Großer Respekt an dieser Stelle an die Abteilung Spielerbeschaffung. Die immer noch mit fiebernde Fangemeinde um Dorle, Pjooarn und der Federballmietze hingegen schlief fast ein. Waren die Angriffe der Agaer schon relativ vorhersehbar, so war das Angriffsspiel der Weidaer laaaaaaangweiiiiiilig. Gefühlte über 90% der Angriffe ging nämlich über einen der beiden neuen unbekannten. In der Auszeit zur Satzmitte beim Stand von 15:11 für Weida legten wir uns dann auch eine entsprechende Gegentaktik zurecht. Der Erfolg kehrte damit auch wieder zeitnah in unser Spiel zurück. Besonders schön war es, dass die Herde der Taktikvorgabe des Trainers vertraute und diese auch konsequent umsetzte. Dies war schließlich auch der Schlüssel zum 25:21 Satzerfolg für uns. Der zweite Satz lief von Beginn an besser für uns. Leider gelang es uns trotzdem nicht, einen entsprechenden Vorsprung herauszuspielen. Schlimmer noch, zum Satzende fielen wir wieder Reihenweise in ein Loch und dieser Fehlerteufel war wieder unser bester Mann auf dem Feld. Mit viel Glück, Geschick und Dusel konnten wir den Satz denkbar knapp mit 27:25 gewinnen. Da war sie dann wieder: unsere Nervenstärke.

Was bleibt als Fazit: ein denkwürdiger Abend der in unsere Geschichtsbücher eingehen wird! Vor allem wegen der Ergebnisse und nicht wegen der Spielweise. Da war nämlich trotz des Erfolges noch durchaus ein wenig Luft nach oben. Mit ein bisschen weniger Glück und mehr Cleverness beim Gegner ist da auch der ein oder andere Punkt weniger drin. An dieser Stelle also der Fingerzeig in Richtung mahnende Worte; jeder einzelne hat nach wie vor bei der Trainingsanwesenheit und bei Ehrgeiz und Motivation in der Trainingsintensität Steigerungspotential. Wir sind noch lange nicht am Ziel, Herde!

Statistik:

BSG BfA Gera - Aga II 2-0 (25:24, 25:21)

BSG BfA Gera – TuS Osterburg 90 Weida 2-0 (25:21, 27:25)

Aga II - TuS Osterburg 90 Weida 2-1 (25:10, 22:25, 15:9)

Die Tabelle:

Quelle: http://kphutzsch.privat.t-online.de/bs_gera.html

Mannschaft: Holger, Fussi, Roy, Krake, Dirk, Lutz, BoB, Elmar

Fans:  Dorle + Hildegard + Sid, Pjjjoooan, Federballmietze, Käse, die Maskottchengang um Mike im Beutel (was der Erfolgsgrund gewesen sein könnte)