Volleyballturnier bei den Finanzämtlern in Erfurt
oder aber auch: Endlich...
Ein Bericht
Wir sind wirklich Schmerz frei. Und das so richtig dolle. Nach unserem Neunten Platz (von zehn Mannschaften) beim Volleyballturnier des Finanzamtes Erfurt im Juni des Jahres 2009 n. Chr. machten wir uns im Dezember 2009 n. Chr. erneut auf den Weg in die Thüringische Landeshauptstadt. Veranstalter war wieder das Finanzamt Erfurt, Austragungsort war wieder die Henne Bundeswehrkaserne und wir durften wieder keinen Panzer fahren. Anwesend waren mit uns insgesamt sechs Mannschaften. Spielmodus war Jeder gegen Jeden und der mit den meisten Punkten war zum Schluss der Gesamtsieger. Spieldauer pro Spiel waren 2x20 Minuten. So weit die nüchternen Fakten.
Kommen wir zum Emotionalen: Wir sind nicht Schmerz frei – wir sind genial! Ohne unser „Stamm“-personal Carsten und Dirk (spielten beide bei der Finanzamtsmannschaft von Gera mit) und einem Grippe geschwächten Pjoooärn erreichten wir einen sensationellen, noch nie da gewesenen *Trommelwirbel“ 1. Platz. Ja, richtig gelesen - erster Platz. Und der eigentliche Hammer kommt ja noch: Das Ganze vollkommen verdient! Mit einer kämpferischen, spielerischen und vor allem Mannschaftlich geschlossenen Glanzleistung erwischten wir einen Sahnetag und wurden zu Recht mit dem Platz an der Finanzamtsonne belohnt. Um das ganze noch besser wirken zu lassen hier der Ausspruch des Veranstalters bei der Siegesehrung: „der 1. Platz für die Mannschaft, die im gesamten Turnierverlauf das beste Volleyball gespielt hat – die BSG BfA Gera“.
Man(n) kann nicht mal sagen dass die Gegner so schlecht waren – es waren die selben Gegner die uns noch im Juni aus der Halle fegten. Wir waren einfach gut! Wir spielten kompromisslos unser Spiel: einsatzfreudig, kampfstark, Jeder für Jeden. Fehler des Mitspielers wurden nicht angesprochen oder ausgewertet – sie wurden einfach ausgebügelt. Bis zum vorletzten Spiel wussten wir auch noch nicht einmal wie gut unsere Siegchancen waren. Dann kam Carsten (Gerüchte weise sogar aus Eigennutz), der uns vor dem Spiel darauf hinwies: Wenn ihr gewinnt, dann könnt ihr erster werden ... Aber trotz aufkommender Nervosität (wie ist das eigentlich: zu gewinnen?) gewannen wir auch dieses Spiel gegen die starken Berufsfeuerwehrleute aus Erfurt (alle ziemlich groß und sportlich). Und dann kam das letzte Spiel des Tages: die Landesfinanzdirektion (LF) Erfurt gegen die Peanuts (Finanzamt Gera) aus Gera. Mit dabei auf Seiten der Peanuts unser Trainer Carsten. Ausgangssituation war wie folgt:
- Bei Sieg Peanuts – Gesamtsieger Peanuts. Wir Zweiter.
- Bei Sieg LF – Wir Erster. Peanuts Dritter.
- Bei Unentschieden – Gesamtsieg Peanuts, wir Zweiter (sagt zumindest der Pjöööärn).
Eine gewisse Nervosität und Anspannung machte sich dann doch bei uns breit. Roy pfiff das Spiel, Micha und Käse an der Punktetafel. Der Rest der Mannschaft machte den Linienrichter. Allerdings alle (!) an einer Linie und auf einem Haufen. Was dann folgte, lässt einem die Tränen vor Rührung in die Augen steigen: Mit Zunehmender Spieldauer und dem aufsteigendem Gefühl das die LF gewinnt, kamen aus diesem Pulk immer wieder die ungläubigen und Hilfesuchenden Blicke zu uns an die Punktetafel herüber – getreu dem Motto: wir werden doch nicht etwa gewinnen? Später dann, im Laufe des zweiten Satzes, kamen dann die geballten Fäuste hinzu, verbunden mit einem stechenden Blick des Triumphs. Das Gemeinschaftsgefühl zwischen uns an der Punktetafel und dem Haufen zitternden Elends an der Seitenlinie war, trotz der großen Entfernung, deutlich spürbar. Die Luft war wie elektrisiert.
Als dann der Zeitnehmer die Pfeife in den Mund nahm und nach endlosen Sekunden der erlösende Pfiff kam, kannte die Freude bei uns keine Grenzen. Die Peanuts verloren mit 2:0 Sätzen und wir waren somit Gesamtsieger. Laut schreiend fielen wir über uns her und die Freude kannte keine Grenzen. Der erste Turniersieg in der BSG BfA Neuzeit war geschafft. Vergessen der Hohn und der Spot der letzten Generationen – auf zu neuen Ufern und Erfolgen und dabei immer schön den Boden unter den Füßen behalten.
Fazit, Ausblick und alles Weitere:
Siegen fetzt! Und das „Wie“ fetzt noch viel mehr. Ein großes Lob und ein großes Dankeschön an die Mitspieler für diesen klasse Auftritt: die Fairness gegenüber den Gegnern und der Umgang Miteinander innerhalb der Mannschaft war wirklich toll und es gab nicht den geringsten Ansatz eines negativen Aspektes. Egal welche Position auf der Arbeit oder im Verein – alle haben sich der Mannschaft untergeordnet und ihren Beitrag zum Sieg dazu geleistet. Wer gespielt hat, gab sein bestes – wer nicht spielte, unterstütze die Spieler mit klatschen, Sprüchen und dem intensiven Benutzen der mitgebrachten Tröten. Chapeau! Für so viel Gemeinschaftssinn.
Die Messlatte wurde beim letzten Turnier im Jahre 2009 neu gesetzt und natürlich soll und muss es für kommende Turniere Ziel sein, an dieser Messlatte zu kratzen oder sie gar nach oben zu bewegen. Das Zeug dazu haben wir – zeigen wir es auch! Mit Kampf, Einsatz und Miteinander geht alles – Erfurt hat es bewiesen. Zeigen wir den Einzelkämpfern im Verein das man auch als Mannschaft Erfolg und, was noch viel wichtiger ist, Spass haben kann.
Die Statistik:
BfA - Landesfinanzdirektion 1-1 (Gesamtpunktestand 34:40)
BfA - FA Gotha 1-1 (Gesamtpunktestand 39:33)
BfA - Peanuts 1-1 (Gesamtpunktestand 37:38)
BfA - Feuerwehr 2-0 (Gesamtpunktestand 40:31)
BfA - LKA 2-0 (Gesamtpunktestand 48:26)
Mitpspieler: Doreen, Nicole, Christin, Björn, Roy, Thomas, Alex, Micha, Käse
Fans: unser Maskottchen Mike
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Kommentare
@Käse: Da ich Rechtshänder bin würde ich mal NEIN sagen und da wir gerade von Angesicht zu Angesicht standen würde ich noch einmal NEIN sagen.