Am Anfang eines jeden Jahres stehen wir als Band immer wieder vor der Frage: Mit welchen neuen Liedern können wir unsere Zuhörer erfreuen, welche sind für uns spielbar und woran haben wir selbst Spaß? Und so tragen wir unsere Liedvorschläge zusammen, diskutieren, wählen aus, probieren, verleihen ihnen unsere eigenen Ideen und üben, üben, üben.
Da sei noch zu erwähnen, dass Oliver endlich wieder im Februar nach seiner langen krankheitsbedingten Pause unter uns war, er hat uns sehr gefehlt.
Unsere ersten Ziele waren die Einstellungs- und Verabschiedungsfeier der Azubis im Juli bzw. September. Für diese beiden Auftritte legten wir uns mit den Proben das erste halbe Jahr so richtig ins Zeug. Doch plötzlich kam alles anders und wir mussten leider sogar beide Auftritte kurzfristig aus privaten Gründen absagen. Die Absage war nicht nur für die Veranstalter eine böse Überraschung, auch als Band fiel uns diese Situation und Entscheidung sehr schwer.
Glücklicherweise konnten wir am 18.09.2009 beim "Hoffest" in der Geraer Sportsbar "Barclays" einen Großteil der einstudierten Lieder präsentieren, wenn auch bedauerlicherweise vor wenigen Zuschauern. Es gab eine bunte abwechslungsreiche Mischung von Green Day, Sheryl Crow, Böhse Onkelz, Reamon u.a.
Nun hieß es - umdenken. In etwa drei Monaten befinden wir uns in der Weihnachtszeit und selbstverständlich möchten wir in dieser schönen besinnlichen Zeit die Mitarbeiter des Hauses traditionell auf das bevorstehende Fest einstimmen. Und so begannen wir noch im milden sonnigen September mit den Weihnachtsliedern. Zugegeben fällt dies nicht immer leicht, bei noch fast 20 Grad warmen Temperaturen an Weihnachten zu denken. Aber wir hatten viel vor und so mussten wir uns sputen und jede Probe besonders ernst nehmen, um gut voran zu kommen.
Der Termin für unser Weihnachtskonzert wurde auf den 10.12.2009 festgelegt. Wenige Wochen vor diesem Tag spürte man bei den Proben bei dem einen oder anderen eine leichte Panik aufkommen. So machten wir uns Termine für zusätzliche Proben aus, um die Lieder noch mehr zu verinnerlichen und zu festigen. Nicht nur die Proben sind wichtig, jeder hatte nun auch besonders auf seine Gesundheit zu achten. So stopften wir uns mit reichlich Vitaminen zu und dennoch waren wir von der Erkältungswelle nicht verschont geblieben - und das kurz vor dem Auftritt. Aber irgendwie waren wir am 10.12. dann doch spielbereit.
Die Kantine füllte sich wie jedes Jahr mit vielen Mitarbeitern, Angehörigen und Kindern - schon vor dem Beginn des Programms für uns ein gutes Zeichen.
Bei der Auswahl und dem Arrangement der Lieder haben wir vermutlich wieder richtig gelegen. Sowohl deutsche klassische Lieder wie "Vorfreude, schönste Freude" und "Von der ersten Noel", als auch bekannte englische wie z.B. "Darkness is falling" sowie die Eigenkomposition von unserem Salli "Weihnachtszeit" sorgten für kräftigen Beifall. Auch mit "Streets of London", "Dreaming my dreams", "Dreamland" und "Halleluja" haben wir bei vielen Zuhörern den Geschmack getroffen. Gabi brachte das Publikum mit ihrem ausdrucksstarken Gesang wieder zum Staunen und es merkte wohl kaum jemand, dass sie an diesem Tag ziemlich mit heiserer Stimme und Unwohlsein zu kämpfen hatte.
Da in den vergangenen Jahren ein Gedicht so guten Anklang fand, stellte sich Conny auch an diesem Tag dieser Herausforderung und trug mit einer Leichtigkeit ein lustiges und auch etwas nachdenkliches Gedicht vor.
Die Stimmen von Gabi und Conny passten wieder wunderbar, allein wie auch mehrstimmig. Salli ließ zu dem von Oliver gefühlvoll gesungenen Lied "Streets of London" neben der Rhythmusgitarre noch die Mundharmonika erklingen. Uwe's Melodie- bzw. Solospiel mit der Gitarre war brillant und ein echter "Hinhörer". Aus dem Keyboard holte Oliver allerlei verschiedene Instrumente, sei es Klavier, Streicher oder weihnachtliche Glocken.
Für eine Überraschung sorgte die 11jährige Janna Hofer - denn sie traute sich auf die Bühne und sang mit Unterstützung der beiden anderen Sängerinnen ein deutsches Kinderweihnachtslied.
Ein besonderes Highlight war wohl die englische Version der bekannten schönen Melodie des tschechischen Märchenfilms "Drei Haselnüsse für Aschenbrödel". Mit "Could you, would you, should you" haben wir nicht nur die Kleinen sondern auch die Großen in die Zauber- und Traumwelt der Märchen geschickt.
Es ist uns auch in diesem Jahr gelungen, in etwa 45 Minuten eine besinnliche Atmosphäre zu schaffen und das Publikum in die Vorweihnachtszeit einzustimmen. Das haben uns die vielen positiven und dankbaren Rückmeldungen bestätigt.
Was diese Veranstaltung im Kasino zudem immer wieder so gemütlich und weihnachtlich macht, ist die Versorgung mit Kaffee, Tee, Stollen und Plätzchen. Hier nochmals ein großes Dankeschön an die Firma Dussmann und die verdi-Betriebsgruppe, die dies ermöglicht und finanziell unterstützt haben.
Nun gehen „Die Bürokraten“ in die wohlverdiente "Weihnachtspause", heilen die strapazierten Stimmbänder legen die Instrumente zur Ruhe und sammeln in dieser Zeit neue Ideen für das kommende Jahr 2010.
Eure Bürokraten

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